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Südsee • Mit der MS Amadea durch die Südsee ...

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5. Reisetag 26.02.2015

Zehn Stunden später landeten wir schließlich in Auckland. Auch hier erwartete uns wieder das übliche Prozedere, Schlange stehen, Koffer schleppen, Passkontrolle, Einreiseformulare ausfüllen. Die Gepäckkontrollen wurden gleich drei mal durchgeführt.
Wir waren nur noch gerädert und zu nichts mehr zu gebrauchen. Im Hafen angekommen, wieder das selbe Spiel. Formulare ausfüllen, Kontrolle über Kontrolle. Der Rest ging dann ziemlich zügig, oder wir merkten schon gar nichts mehr. Einschiffung in die Amadea.

26022015_Einschiffung_in_Auckland_Alois-Steiner_800   26022015_Einschiffung_in_Auckland_Alois-Steiner_800   27022015_In_Auckland_an_Bord_Alois-Steiner_800             

Hier traf mich die Realität in Gestalt von Swarovsky-Girl. Obwohl ich es schon Tage vorher geahnt hatte, war ich dennoch überrascht, als alle Vier, vor uns die Gangway hochwatschelten. Es dauerte noch einige Zeit bis wir mit der Bord-Card in der Hand, die offizielle Begrüßung hinter uns hatten, um endlich zu unseren Kabinen entlassen zu werden.

Mein erster Eindruck fiel allein aus Platzmangel nicht umwerfend aus. Wir schauten uns an, und jeder dachte für sich, Bodenhaltung wäre uns lieber gewesen, hier sind wir also die nächsten 4 Wochen.

 

6. Reisetag 27.02.2015

Wir hatten uns am Vorabend noch ausgiebig auf der Amadea umgesehen. Auch die beiden Restaurants. Durch die nochmalige Zeitumstellung, jetzt auf insgesamt 12 Stunden, waren wir natürlich schon am frühen Morgen hellwach. Ich zog mir meine Sportsachen an, und ging ins Fitnessstudio.27022015_In_Auckland_an_Bord_Alois-Steiner_800               

Das Studio war bei weitem nicht so groß wie es auf dem Werbevideo dargestellt wurde. Trotzdem gab es genügend Geräte, wo man sich beschäftigen konnte. Danach gab es unser erstes Frühstück an Bord. Hier bekamen wir den erstklassigen Service der Amadea zu spüren. Alleine die Auswahl am Buffet   ließ keine Wünsche übrig. Das Rührei wurde vor den Augen des Gastes zubereitet.

Den Teller oder das Glas O-Saft wurde einem dezent vom überaus freundlichen Personal an den Tisch gebracht. Man hatte kaum den Platz eingenommen, da flatterte einem auch schon ganz leise die Stoffserviette auf den Schoß.

Was mich am meisten beeindruckte war die Synchronizität der Kellner, die immer bemüht waren, und es auch perfekt beherrschten, Paare gleichzeitig zu bedienen. Ein kurzer Blickkontakt genügte, und die Teller berührten immer gleichzeitig den Tisch.

27022015_In_Auckland_an_Bord_Alois-Steiner_800Das erste Mittagessen und den Kaffee ließen wir ausfallen, dafür holten wir den entgangenen Schlaf nach. Erst am Abend kamen wir allmählich auf die Beine. Mit passender Kleidung begaben wir uns zum Deck 5, ins Restaurant „Vier Jahreszeiten". Was uns am Morgen noch nicht auffiel, war eine an der Wand befestigte Edelstahlbox zum Desinfizieren der Hände. Sobald man sie in die Öffnung steckte, überzog ein Sprühnebel die Hände. Eine feste Tischordnung gab es hier nicht, was Vor-und Nachteile mit sich bringt. Ein Kellner kam auf uns zu, und brachte uns zu einem Zweier Tisch. Sofort war ein zweiter Kellner zur Stelle und rückte uns die Stühle ran. Die Speisekarte ließ keine Wünsche offen, und das sollte sogar bis zum letzten Tag bleiben.

Heute Abend verlassen wir Auckland, und nehmen Kurs auf Tauranga.

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7. Reisetag 28.02.2015

Es i28022015_Im_Hafen_von_Tauranga_Alois-Steiner_800st 08:30h und strahlender Sonnenschein. Wir machten in Tauranga fest. Das Frühstück hatten wir an Deck eingenommen, und dann ging es zum Flughafen. Der Flughafen der Stadt befindet sich auf der Landzunge vom Mount Maunganui.

Tauranga liegt im Nordosten der Nordinsel von Neuseeland, und ist mit ca. 120000 Einwohnern eine Stadt bei der man den Eindruck hat, dass irgendwann die Zeit stehengeblieben ist, alles wirkt so aufgeräumt, mit einer unverkennbaren britischen Note. Zwar saßen uns noch immer die lange Anreise und di28022015_Tauranga_von_oben_Alois-Steiner_800e Zeitumstellung im Nacken, aber der Helikopter-Flug ließ uns die vergangenen Strapazen sehr schnell vergessen.

Der Flug dauert zwar nur eine Viertelstunde, jedoch in dieser kurzen Zeit kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Die sanften grünen Hügel erinnerten an die Toskana, dazu die Lagunen, und die endlosen einsamen Sandstrände mit der Brandung.

Von oben betrachtet das reinste Paradies. Beim Rückflug umrundeteten wir den Mount Maunganui und überflogen auch die MS Amadea.

 

8. Reisetag 01.03.2015

01.03.2015_Der Klabautermann_alois-steiner.de

Heute und auch die nächsten Tage werden wir auf See verbringen. Wir überspringen heute die Datumsgrenze. D. h., wir wiederholen morgen den heutigen Sonntag.

Heute ist die offizielle Begrüßung vom Kapitän, da heißt es, sich in Schale zu werfen. Dass ich meine Krawatte zu Hause ließ, störte dem Kapitän überhaupt nicht, im Gegenteil, er führte bei der persönlichen Begrüßung noch ein extra langes Gespräch mit uns. Anschließend wurden uns die Crew und die Mitarbeiter von Phönix Reisen vorgestellt. Danach gab es das Galadiner.

Ich war noch nie ein Liebhaber solcher Zeremonien, jedoch musste ich eingestehen, dass es doch einen bestimmten Reiz und eine dementsprechende Stimmung auf mich ausübte. Natürlich mal davon abgesehen, dass es auch Einige darunter gab, die dachten, dass die ganze Show nur für sie persönlich veranstaltet werde.

Das sind eben die Peinlichkeiten, wo ich zuhause vorm Fernseher am liebsten im Erdboden versinken möchte.

 

9. Reisetag 02.03.2015

Gestern durfte ich bei einigen Einstellungen für die Traumschiffserie (Macao), als Komparse mitwirken. Ich kann nicht behaupten, dass es mich vom Hocker gerissen hätte. Es wirkte auf mich, eher technisch überdreht. Die Amadea hat den Namen „Das Traumschiff" wirklich verdient.

Z. Zt. sind etwa 500 Passagiere und über 200 Besatzungsmitglieder an Bord. Es fehlt an Nichts. Jeden Tag erscheint eine Bordzeitung, in der auch das ganze Tagesprogramm übersichtlich und reichhaltig angeboten wird.

In den verschiedenen Restaurants gibt es neben dem Üblichen, wie Frühstück Auf_Deck7_wird_gedreht_alois-steiner.de_800usw., auch viele Spezialitäten, die zwischendurch am Pooldeck unter großem Aufwand angeboten werden.

Es verführt natürlich zum Schlemmen, und wenn man bestimmte Leute genauer beobachtet, dann läuft es einem dabei kalt überm Rücken, welche Unmengen von denen vertilgt werden.

Und sie sehen beileibe nicht so aus, als ob sie das Wort Hunger jemals buchstabiert hätten.

Die Crew von Phönixreisen bieten jedem an Bord, die Möglichkeit an irgendeinem Programm teilzunehmen. Sei es Sport, Tanzkurse auch sich religiös zu beschäftigen.

Inzwischen habe auch ich meinen Rhythmus gefunden, und besuche jeden Morgen das Fitnessstudio. Zwar hatte ich die ersten Tage einen höllischen Muskelkater, der sich aber Gott sei Dank schon beruhigt hat.

 

10. Reisetag 03.03.2015

MorgeDrehtag_auf_der_Amadea_alois-steiner_800n Früh kommen wir in Rarotonga an. Nach dem Wetterbericht sollte es morgen regnen.

Heute nachmittag war Gala angesagt. Wir machten wieder bei einem Dreh mit. Und diesmal war auch meine Frau dabei.

Es wurde eine Sequenz vom Kapitänsempfang gedreht. Mit dabei waren Sacha Hehn, Heide Keller und Sarah Alles.

Ich bekam einen Schlips passend zu meinem Outfit verpasst, und dann ging es los.

Aus zig verschiedenen Einstellungen wurde ein und dieselbe Szene gedreht. Der Kellner sollte an unserem Tisch Champagner nachschenken, hatte aber nichts mehr in der Flasche. So blieb ihm leider nichts anderes übrig als so zu tun. Dabei musste ich lachen und das durfte man eigentlich nicht. Es sollte zwar eine angeregte Unterhaltung am Tisch gemimt werden, aber ohne das dabei ein Ton über die Lippen kommt.

Nach gut drei Stunden war alles im Kasten und wir durften weiter urlauben.


11. Reisetag 04.03.2015

04.03.2015_Rarotonga_Cookinsel_alois-steiner.de_800

Heute war ich schon kurz vor Sechs Uhr im Fitnessraum.
Wir sind kurz vor Rarotonga.

Das Wetter zeigt sich das erste Mal feucht und die Insel ist im Nebel eingehüllt. Wenn es sich nicht bessert, dann werden wir an Bord bleiben.

Zwischenzeitlich hat sich der Regen etwas gelichtet und wir fuhren mit dem Tenderboot rüber.

Mit einem der Busse machten wir eine Inselrundfahrt. Die Vegetation ist für unsere Augen oft unnatürlich.Cook_Islands_Begrüssung

Uns fiel auf, dass fast jedes Grundstück einen eigenen Friedhof für ihre Verstorbenen Angehörigen hat.

Die Gräber machten fast immer einen sehr gepflegten Eindruck.
Auf manchen Gräbern laufen Hühner oder eine Ziege herum.

 

 04032015_Rarotonga_Alois-Steiner_800  04032015_Rarotonga_Alois-Steiner_800  04032015_Rarotonga_Alois-Steiner_800


12. Reisetag 05.03.2015

Vom Fitnessstudio aus, konnte ich schon unsere zweite Cookinsel,05.03.2015_Aitutaki_ist_in_Sicht_alois-steiner.de_800
Aitutaki sehen. Es sollte eine der schönsten Inseln in der Südsee sein.
Nach dem Frühstück ging es dann auch Richtung Festland.
Die Temperatur lag um sechs Uhr, schon über 27.°
Also, das ideale Badewetter.

Mit unserem Englisch und unter Zuhilfenahme unserer Hände, gelang es uns tatsächlich, einen fahrbaren Untersatz zu ergattern, ein Moped.

Ach du Schreck. Es muss schon 50 Jahre her sein, als ich das letzte Mal damit gefahren bin.
Nach einer kurzen Testfahrt ging es auch gleich los.
Hoppla, hier herrscht ja Linksverkehr. Für manche uns Entgegenkommende war es doch etwas ungewohnt.
05.03.2015_Auf_Aitutaki_ist_alles_anders_alois-steiner.de_800Nach einer kurzen Inselrundfahrt entschieden wir uns, ein Bad zu nehmen. Die Platzwahl fiel uns äußerst schwer.

Jede Bucht war schöner als die Andere. Keine Menschenseele weit und breit. Nur unser Schiff, welches vor dem Riff auf Reede lag, war zu sehen.
Das Wasser glasklar, bunte Fische tummelten sich darin. Wie im Kino eben.

Man sollte doch noch mal die hiesigen Preise ansprechen.
Unseren ersten Stopp machten wir an einem Privatstrand.

Als man uns erklärte, dass wir dafür pro Person, ohne Liege und ohne Sonnenschirm, 140 US$ berappen sollten, entschieden wir uns für eine andere Stelle, die weitaus schöner war, und nichts kostete.
Auf dem Rückweg blieben wir an einem Supermarket stehen, und kauften zwei kleine Dosen Cola, 7 US$.

05.03.2015_Aitutaki_Wasser_28°_Luft_33°_alois-steiner.de_800  05.03.2015_Einsame_Strände_alois-steiner.de_800  05.03.2015_Südseefeeling_pur_alois-steiner.de_800


14. Reisetag 07.03.2015

Bora Bora, der Name allein lässt schon Fernweh aufkommen.07.03.2015_Bora_ Bora_alois-steiner.de_800
Es war kurz vor Acht Uhr, als wir vor der Insel auf Reede gingen.
Wir konnten es kaum erwarten an Land zu kommen.
Aber wir in jedem Hafen, so mussten auch hier die behördlichen Angelegenheiten geklärt werden.
Für den Nachmittag hatten wir eine Bootsfahrt mit Schnorcheln, gebucht. Ein Blick auf die Wettervorhersage verriet uns, Sonne satt. Schon am frühen Vormittag hatten wir die 30° Marke überschritten, bei einer Luftfeuchtigkeit von 97%.
Endlich, wir sitzen im Tenderboot und gleich betreten wir Bora Bora.

Was für ein Gefühl. Nach den ersten 20 Schritten war es jedoch mit der Euphorie vorbei. Gestank, Autolärm und verstaubte Straßen raubten uns auf einem Schlag die noch glimmernde Vorfreude. Dazu kam die enorme Hitze mit der extremen Schwüle.

07.03.2015_Bora_Bora_mit_dem_Otemanu_alois-steiner.de_800Wir schleppten uns schweißgebadet zum Anleger zurück und bestiegen unser Boot mit einigen anderen Gästen.

Nicht nur wir hatten mit dem Klima zu kämpfen. Jeder von den Gästen, ob männlich oder weiblich, hatte binnen kürzester Zeit, klatschnasse Klamotten am Leib. Nachdem wir vollzählig waren, ging es los.Endlich wehte uns der Fahrtwind ins Gesicht und gab uns das trügerische Gefühl der Frische.

Innerhalb der Lagune ging es rund um die Insel entlang.
Motus, so nennen die Einheimischen, die kleinen Inseln innerhalb des Riffs, haben wunderbare Strände an denen Bungalows ins Wasser gebaut sind.

Die Hütten stehen auf Pfähle und haben einen Holzsteg als Zugang.
Sie sind mit allem erdenkbaren Luxus ausgestattet, und haben 07.03.2015_Bora_Bora_alois-steiner.de_800außerdem im Fußboden eine Glasplatte, durch die man die darunter schwimmenden Fische vom Wohnzimmer aus beobachten kann.
Das Wasser ist von einer dermaßen farblichen Brillanz, das man es einfach nicht beschreiben kann. Jede Lagune konkurriert anscheinend farblich mit der anderen. Wenn man dachte, jetzt ist der Höhepunkt erreicht, besser kann es nicht mehr werden, kam man in die nächste Bucht, und ist schon fast enttäuscht, dass die noch schöner war.
An einer besonders schönen Stelle wurde der Anker gesetzt, und es ging ab ins Wasser.

Nein, nicht zum Abkühlen, bei 28° Wassertemperatur kann davon keine Rede sein.
07.03.2015_Bora_ Bora_alois-steiner.de_800Der Käpt'n lockte mit einigen Brotstücken die er ins Wasser warf, sofort eine Menge Fische an, die vor unserer Tauchermaske das Wasser zum Brodeln brachte. Darunter gesellten sich auch einige Rochen, mit einer Größe von über einem Meter.
Sie sollten ganz zahm sein, wurde uns versichert, aber ich wollte trotzdem nicht mit ihnen spielen, und so zog ich doch den schnellen Rückzug ins sichere Boot vor.
Nach drei abwechslungsreichen Stunden bepackt mit jede Menge wunderbarer Erinnerungen, ging es mit dem Tenderboot zurück zum Schiff, wo wir von einer angenehmen Kühle erwartet wurden.


Am Abend nahmen wir Abschied von einer Insel, die bleibende Eindrücke in uns hinterlassen wird. Dazu wurde bei untergehender Sonne, das Lied „Bora Bora" aus den Bordlautsprechern gespielt.
Noch heute werden wir Raiatea ansteuern, die von hier nur drei Stunden entfernt ist.

 

15. Reisetag 08.03.1015

Raiatea. Hier konnte selbst unsere Amadea am Pier festmachen. Als ich die Insel am nächsten Morgen vom Promenadendeck aus sah, hatte ich sie sofort ins Herz geschlossen.Raiatea französisch Polynesien
Es machte einen verträumten, aufgeräumten Eindruck, kaum Autos, alles sehr gepflegt und freundlich. Sofort stand fest, heute machen wir einen Badetag. Aber zuvor geht es noch mal vor die Kamera.
Nach einem kurzen Snack ging es um halb Eins an Land. Schnell hatten wir uns ein Boot gechartert und auf zur nächsten Insel. Wir verabredeten mit dem Skipper, eine Abholung nach drei Stunden.
Das Motu war sehr klein, aber auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Meist hielten wir uns im türkisfarbenen Wasser auf, und Raiatea französisch Polynesienlegten uns nur zum Trocknen unter eine Schatten spendende Palme. Wobei darauf geachtet werden musste, das man nicht von einer herabfallenden Kokosnuss getroffen wurde.
Am Abend schauten wir uns an Deck noch die Show „König der Löwen" an.
Hier machten wir das erste mal mit Gästen eine Bekanntschaft der etwas unangenehmen Art. Natürlich wollten auch wir die Show von einem Sitzplatz aus genießen.
Meine Frau steuerte deshalb auf einem Tisch zu, an dem noch ein Stuhl frei war.
Da wurde uns das Platznehmen verwehrt mit der Begründung, dass sie anschließend nichts mehr sehen könnten. So nahmen wir drei Meter vor ihrem Tisch unsere Position ein und blieben mit unseren Getränken in der Hand vor deren heiß umkämpftes Gesichtsfeld stehen und genossen die Show hautnah.
Kurze Zeit später erhoben sich die Gäste hinter uns, und suchten sich im Gedränge einen anderen Platz, wo sie bei Weitem nicht annähernd mit unseren tauschen konnten.
Seltsamerweise erkennt man solche Menschen sofort an ihrer unsympathischen Ausstrahlung.

Raiatea französisch Polynesien  Raiatea französisch Polynesien  Raiatea französisch Polynesien

 

 

16. Reisetag 09.03.1015

Heute Morgen kamen wir in Huahine an.
Die Amadea liegt auf Reede, sodaß wir mit dem Tenderbooten an Land gebracht wurden.Huahine französich Polynesien

Für heute haben wir eine Bootsfahrt innerhalb des Riffsaumes mit Picknick im Wasser gebucht. Die Temperaturen liegen schon am frühen Morgen um die 30°. Es waren 27 Gäste an Bord.

Nach einer zwanzigminütigen Fahrt erreichten wir unser Motu.
Die Einheimischen hatten im Vorfeld für unseren Empfang schon alles vorbereitet.
Im hüfttiefen Wasser nahe dem Strand waren Tische aufgestellt mit großen Sonnenschirmen.

An jedem Tisch waren Stühle aus Plastik, die solange versuchten, nach draußen zu schwimmen, bis sich jemand hinsetzte.
Selbst die Garküche stand mitten im Wasser. Eine Folklore Band klimperte zur Einstimmung, rhythmische Klänge auf ihren Instrumenten. Ich suchte für uns einen Tisch der, von einer Dame und einem Herren belegt war.

Huahine/ französich PolynesienHuahine französich Polynesien Huahine französich Polynesien

Beide saßen sich an der langen Seite gegenüber, sodass noch genug Platz für vier zusätzliche Personen war. Genau in dem Augenblick, als wir an der Seite des Knilchs unseren Platz einnehmen wollten, dreht sich das Miststück so, dass wir uns nicht mehr hinsetzen konnten.
Wir schauten in an, und fragten ihn, ob er nicht ganz frisch sei. Die Frau gegenüber, entschuldigte sich für ihn und widerwillig räumte er die beiden freien Plätze.
Dieser weitere Vorfall veranlasste mich dazu, mich eingehender, mit solchen Ekelpaketen zu befassen.
Selten sind beide Ehepartner zur selben Zeit mies gestimmt.

Oft wird die gereizte Stimmung von der Frau auf den Mann übertragen. In den meisten Fällen aber, ist er derjenige, der durch schlaue Sprüche oder abfällige Äußerungen, vor allem gegenüber dem Personal, Einrichtung oder der Umgebung, auf sich aufmerksam macht.
Je mehr ich mich damit beschäftige desto klarer erkenne ich den Nörgler. Meist reicht schon ein kurzer Blickkontakt, der für eine dauerhafte Antipathie reicht. Einige davon nähren ihren Frust auch an meinem äußeren Erscheinungsbild. Damit meine ich, meine vielleicht nicht dem Alter angepasste Haarlänge.

 

Das Bratapfelgesicht

 Meist ohne Haare auf dem Kopf, oder dem missglückten Versuch, aus einer Handvoll Haare noch eine Frisur zu machen. Dazu kommt die ferkelfarbige doppelte Nackenrolle, die bis vorne zum Brustbein reicht.
Bekleidet mit einem kurzärmeligen Hemd, welches brav in die scharf gebügelte Stoffhose, und wahrscheinlich auch noch durch die leicht elfenbeinfarbige Doppelripp-Unterhose mit Seiteneingriff, verstaut wurde. Was auf eine bereits fortgeschrittene Inkontinenz hinweisen könnte.
Aus dem wie bereits erwähnt, kurzärmeligen Hemd, ragen zwei kurze Presswurstartige, mit hellen Borsten und Sommersprossen übersäten unförmigen Klumpen, die sich am Ende in fünf verschieden lange Krümmlinge verteilen. Zur Erklärung: Der Rest, oder besser gesagt, der größte Teil der Oberarme, wurde bereits vom Oberkörper verschlungen.
Die Stoffhose wird zum einen, von einem Hosenträger auf Niveau gehalten, aber zusätzlich durch einen Gürtel gesichert.
Der Hosenträger hatte schon vor längerer Zeit den Positionskampf aufgegeben und ist nach außen gerutscht, was wiederum den Eindruck erweckt, dass die Hose frei schwebt. Die Rückenansicht wäre dabei auch noch zu erwähnen. Da sieht es mittlerweile so aus, dass sich das Verteilerdreieck, welches ursprünglich ca. zehn Zentimeter über dem Hosenbund war, sich jetzt, kurz unter der Speckfalte positioniert hat, die ein weiteres Hochrutschen, bis jetzt noch erfolgreich verhindern konnte.

Kurz gesagt, von hinten sieht die Hose wie ein hochgezogenes Sonnensegel aus.
Dazu trägt der Mann von Welt, schwarze Sandalen ..., mit weißen Kniestrümpfen, die die Rolle der Kompressionsstrümpfe praktisch übernehmen sollten. An der Hand baumelt eine dunkle Ledertasche.
Tut mir leid, das musste ich endlich mal loswerden.

 

17. Reisetag 10.03.1015

 Moorea, eine der Trauminseln schlechthin.Moorea/ französisch Polynesien
Wir freuten uns schon auf den Landgang, der einer kurzen Tenderfahrt vorausging. Da wir noch etwas Zeit hatten, machten wir noch einen kurzen Bummel am Kai entlang. Moorea/ französisch PolynesienDer war übersät mit etlichen kleinen Ständen, an denen Schmuck, meist Perlen und bunte Tücher, zum Verkauf angeboten wurden.

Mit dem Katamaran ging es bald vorbei an der MS Amadea, raus zum Riffsaum. Hier wurden endlich die Segel gesetzt. Auch wenn nur ein leichtes Lüftchen wehte, so hatte man doch ein erhabenes Gefühl. Kurz zur Abmessung: Länge knapp 20 m,
Breite, 8 m.
Moorea/ französisch PolynesienAußerhalb des Riffes schippern wir gemächlich um die Insel.
An einer etwas seichteren Stelle innerhalb der Lagune warfen wir den Anker. Für diejenigen die schnorcheln wollten, lag dafür genug Equipment bereit, sodaß jeder daran teilnehmen konnte.
An der Heckseite ging es anschließend ins Wasser. Man konnte, wenn man sich etwas weiter vom Boot entfernte, neben Rochen, auch Zitronenhaie beobachten.
Das Wasser hatte eine Temperatur von 28°, also nicht wirklich etwas zum Erfrischen, trotzdem war es sehr angenehm.
Drei Stunden später legten wir am Kai wieder an, und ließen uns mit einem der Tenderboote wieder zurück zum Schiff bringen.

Moorea/ französisch Polynesien   Moorea/ französisch Polynesien   Moorea/ französisch Polynesien

 

Wieder ging ein herrlicher Tag, der einem viele Eindrücke bescherte, zu Ende.
Wir lichteten um Punkt 18 Uhr die Anker und machten noch am selben Abend um 20 Uhr, in Papeete auf Tahiti fest.

 

18. Reisetag 11.03.2015

 Papeete. Schon die Morgentemperaturen waren fast unerträglich. Noch dazu hatte ich uns für einen Tahiti/ französisch Polynesienzweieinhalbstündigen Drehtag eingetragen. Diesmal sollte die Einschiffung gedreht werden. Das hieß für uns, wir mussten mit unserer Anreisekleidung stundenlang am Pier ausharren, bis wir für etwa zehn Minuten in Szene gesetzt wurden. Am Nachmittag wurde noch weitergedreht, wir allerdings wollten uns doch noch Papeete von der Nähe betrachten.
In der prallen Mittagshitze machten wir uns anschließend auf den Weg.
Wir brauchten wir nur die vierspurige Hauptstraße überqueren, und schon befanden wir uns mitten drinnen.
Papeete selbst hat meiner Meinung nicht viel vom Charme der Südsee, es war laut unruhig und stinkig.
Eines der highlights war die große Markthalle, in der alles Erdenkliche feilgeboten wurde. Ich wollte mir noch ein schönes Hawaiihemd kaufen, was sich aber merkwürdigerweise, und das gerade auf Tahiti, als ziemlich schwierig erwies.
Bei einem Chinesen wurden wir doch noch fündig. Und so gönnten wir uns in einem kleinen Straßenlokal, etwas abseits vom Lärm, eine Erfrischung und beobachteten aus einer gewissen Distanz das hektische Treiben. Für weitere Aktivitäten hatten wir heute keine Lust mehr. Zu sehr hat uns der Vormittag an Kraft gekostet, und im Übrigen, heute um 17 Uhr werden wir Papeete in Richtung Fakarava verlassen.

Tahiti/ französisch Polynesien   Zu_später_Stunde_auf _Deck_7_alois-steiner.de_800   Tahiti/ französisch Polynesien

19. Reisetag 12.03.2015

 Pünktlich um Neun Uhr, wurde der Anker vor dem Tuamotu Atoll zu Wasser gelassen. Die lang gezogene Insel sah von Weitem eher wie ein schwimmender Rasenteppich aus.
Um zehn Uhr betraten wir die Insel, und wurden von einer Folkloregruppe ganz herzlich in Empfang genommen.
Auf Anhieb war uns die Insel sympathisch, die Menschen lebten und verhielten sich noch ursprünglich, wie man es eben aus den Büchern kennt.

Die Vegetation war beeindruckend. Überall blühten in buntesten Farben,  Bäume und Sträucher. Natürlich boten auch hier die Frauen ihren selbst gemachten Schmuck an. Die Preise allerdings waren nur halb so teuer wie in Papeete. Da sollte man für eine Kokosnuss 5 US Dollar hinblättern, hier bekam man sie für zwei Dollar und einem freundlichen Lächeln angeboten.


Unsere Badesachen hatten wir natürlich dabei, und so brauchten wir auch nicht weit gehen um einen schönen Platz am Strand zu finden. Das Wasser war mit etwa 26° vergleichsweise erfrischend.
Wir beobachteten aus gebührender Distanz eine einheimische Familie, die die Fasern von den Kokosnüssen im Wasser mit einer Bürste bearbeiteten. Nach einiger Zeit winkten sie uns zu und wir durften aus der Nähe zusehen, mit welcher Fertigkeit und Gelassenheit, die ganze Familie sich damit beschäftigte.
12.03.2015_ Fakurava_www.alois-steiner.de_800Auf unsere Frage, was damit anschließend geschähe, gaben sie uns zu verstehen dass, das Baströcke für die Mädchen und Frauen werden sollten.
Einige Männer und Frauen, wahrscheinlich die Großeltern, spielten im Schatten ihrer Wellbechhütte, auf meist selbst gebauten Instrumenten, und sangen dazu fröhlich klingende Lieder. Das war Südseefeeling pur.
Die meisten Inselbewohner wurden kurz nach ihrer Entdeckung zum christlichen Glauben gezwungen, deren Heiligtümer von Missionare zerstört und zu guter Letzt, auch noch ihrer Rechte beraubt. Das alles geschah im Namen Christi.

 

 

12.03.2015_ Fakurava_www.alois-steiner.de_800  12.03.2015_ Fakurava_www.alois-steiner.de_800   12.03.2015_ Fakurava_www.alois-steiner.de_800
Leider mußten wir eine der schönsten polynesischen Inseln, nach viel zu kurzer Zeit schon wieder verlassen. Bereits um 15 Uhr nahmen wir Kurs auf Pitcairn.
Dazwischen liegen jedoch zwei erholsame Seetage.

Einladung vom Hoteldirektor zum Dinner.
Wir staunten nicht schlecht als wir einen Umschlag mit einer Einladung nach unserer Rückkehr von Fakarava, in unserer Kabine vorfanden.
Ohne zu zögern, nahmen wir die Einladung in die Hand und auch an.
Der Hoteldirektor von der Amadea, sowie eine Abgesandte von Phönix Reisen, waren unsere Gastgeber.
Es gab ein traumhaftes sechs Gänge Menü, dazu wurden erlesenen Weine kredenzt, die nach kurzer Zeit für eine hervorragende Stimmung beigetragen haben. Nach jedem Gang wurde traditionell gemeinsam angestoßen.
Es wurde sehr spät, und mir war so, als ob wir die Letzten gewesen wären. Es sollte am späten Abend auch noch eine große Geburtstagstorte zum neunten Jahrestag der Amadea angeschnitten werden. Wir hatten für uns beschlossen, dass dieser Abend keinen weiteren Höhepunkt mehr erreichen könnte, und so machten wir uns auf den Weg zu unserer Kabine.
Auf dem Weg dahin, stießen wir fast mit dem Schauspieler Nick Wilder (Der "Schiffsarzt" bei der Fernsehserie Traumschiff),  zusammen. Aus irgendeinem Grund, verwickelten wir uns in ein Gespräch, und so erfuhren wir einiges aus seinem Privatleben, und haben uns dabei köstlich amüsiert.
Natürlich blieb es nicht bei einem einseitigen Monolog. Herr Wilder wollte auch einiges über uns erfahren, dabei kamen wir unter anderem auch über mein Buch zu sprechen, und das ich am 22.03. an Bord, eine Lesung daraus vortragen werde.

 

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