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Seychellen La Digue

Schon immer waren die Seychellen eines unserer Wunschziele.
La Digue, die Trauminsel schlecht hin.

Einmal auf den Seychellen sein, diesen Traum hatten wir uns erfüllt.


Abgesehen davon, dass wir wegen verstopfter Toiletten bei Condor, eine Verspätung von zwei Stunden in kauf nehmen mussten, und die sogenannte Beinfreiheit in der Economy Class, die reinste Zumutung war, waren die drei Wochen einfach unvergesslich.
Wir hatten uns auf den Seychellen für dieÜber_den_Wolken ... Insel La Digue entschieden.
La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln. Mit einer Länge von etwa fünf, und einer Breite von drei Kilometer zählt sie auch zu den beliebtesten und schönsten Inseln.
 Nach etwas mehr als neun Stunden Flug landeten wir in Mahe'. Mit dem Speedboot ‚flogen' wir in knapp 60 Minuten nach Praslin. Für die letzte Etappe nach La Passe, den kleinen Ort, der auch als Hafen von La Digue dient, benötigten wir noch weitere zwanzig Minuten. Leicht schwankend und von der Schönheit überwältigt betraten wir unsere Trauminsel.
Der Hafen glich eher einem Ameisenhaufen. Trotz der langen Anreise, und der für uns ungewohnten Hitze, waren wir plötzlich hellwach. Hilfesuchend hielten wir nach allen Seiten Ausschau, in der Hoffnung jemanden zu finden, der ein Schild vom Hotel Patatran hochhält. Eine nette Dame in adretter Uniform gekleidet, erwartete uns schon und nahm uns freundlich in Empfang. Sie geleitete uns zu einem schattigen Platz (übrigens der einzige am Anleger), wo wir auf die Nummer 22 warten sollten. Die Nummer 22 waren die beiden Endziffern unseres Taxis.

Wie_ein_PostkartenmotivIrgendjemand fragte uns ob wir Gäste vom Hotel Patatran wären, wir nickten bloß uns stiegen in die Limousine mit den verdunkelten Scheiben. Im Innenraum herrschten beinahe arktische Temperaturen, und Augenblicke später hielt die Karosse vor unserem Hotel.
Ob das Taxi tatsächlich die Nummer 22 hatte, das weiß ich bis heute nicht.

Außer den Taxis gab es noch einen Krankenwagen und ein Polizeiauto, ja und einige Transportfahrzeuge, die man aber an einer Hand abzählen konnte. Nach dem Aussteigen wurden wir vom Personal der Rezeption herzlich umarmt.

Wir tauchten in eine für uns unbekannte Welt ein. Die Lebensfreude der Inselbewohner war ansteckend und konnte man förmlich spüren.

Von unserem Apartment aus, welches oberhalb der Straße lag, hatte man freien Blick auf das Wasser, welches sich in der Mittagssonne türkisfarben spiegelte.Ein_Blick-von_unserer_Terrasse
Die Apartments waren mit AC ausgestattet und einer Minibar. Kaffee und Tee gab es umsonst.
Der einzige wirkliche Wermutstropfen waren die horrenden Internetkosten.
Nachts wurde ich mehrmals wach, weil ich dachte, dass ein heftiger Sturm über die Insel fegte.
Es waren aber nur die Wellen, die unaufhörlich gegen die Felsen schlugen. Mein erster Weg führte mich am nächsten Morgen zur Terrassentür, die ich neugierig öffnete. Ein Schwall heißer Dampf schlug mir entgegen, die mir jede Sicht durch die Brille raubte. Es war halb Acht, 28 Grad, die Frisur hielt. Auf eine nächtliche Abkühlung, wie wir es gewohnt waren, die gab es nicht.

Fahrräder sind auf La Digue das Fortbewegungsmittel Nummer Eins.
Klingel, Beleuchtung sucht man vergeblich, und gibt es nur auf Wunsch. Als ich beim Verleiher nach einem Schloss fragte, konnte er sich vor lachen kaum noch einkriegen. „We are not in Germany", war seine Antwort.

Das_Hotel_Patatran_vom_Wasser_aus_gesehenNach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns mit den geliehenen Rädern auf Erkundungstour. Die Insel hat trotz ihrer geringen Größe erstaunlich viel Abwechslung zu bieten. Am Linksverkehr hatte man sich schnell gewöhnt. Und auch an den barrierefreien Zugang von der Straße zum Wasser, denn Leitplanken kennt man nicht.
Wer vom Paradies keine Vorstellungen hat, und nicht darauf warten möchte bis ihn das zeitliche segnet, dem sollte zu Lebzeiten la Digue besuchen.

Wir hatten die Reise übers Internet gebucht, dabei gefiel uns bei Siamar Reisen die Freundlichkeit und Fachkompetenz. Wir fühlten uns nie alleine gelassen, und wurden hervorragend betreut. Da geht mein Dank an das ganze Team, im Besonderen möchte ich mich bei Herrn Markus Patho bedanken.Einsame_Strände_und_Palmen
Bei der Wahl der Fluggesellschaft hatte ich mich vom Direktflug beeinflussen lassen. Langstreckenflüge würde ich mit Condor aufgrund der miserablen Beinfreiheit nicht mehr fliegen, obwohl der Service nichts zu wünschen übrig ließ.

Zum Hotel Patatran auf La Digue möchte ich noch einige Sätze ergänzend bemerken.
Das Personal an der Rezeption sehr freundlich und hilfsbereit. Die Bedienung im Restaurant, überaus aufmerksam und konnte einem die Wünsche von den Augen ablesen. Besonders möchte ich bei der Gelegenheit Elisabeth aus Kenia, und Raven aus Madagaskar hervorheben.
Die Küche war für drei Sterne gut. Vor allem was da Buffet anbelangte. Es gab natürlich einige Gerichte, die mich nicht vom Hocker rissen, wie .B. das auf kreolische Art zubereitete Hähnchen. Das Tier wurde anscheinend mit der Keule auf der Flucht weichgeklopft und in den Topf geworfen. Es ähnelte einen Gulasch, gespickt mit zerdroschenen Knochen. Steaks sollte man bleu oder maximal english bestellen, alles andere ist ungenießbar. Und vergessen sie nicht, gleich ein scharfes Messer zu ordern. Beim Thunfisch, der zur Genüge angeboten wurde, dasselbe Problem.
All das wurde mit der Freundlichkeit, die beim Personal wirklich vom Herzen kam, spielend wieder wettgemacht.
Abendstimmung
Zur passenden Reisezeit kann ich nicht viel sagen. Wir waren von Ende April bis Mitte Mai da. In der Zeit hatte es ein einziges Mal geregnet, und nach 20 Minuten war der ganze Spuk wieder vorbei. Tagsüber waren es immer um die 30°, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Nachts fiel die Temperatur drastisch runter, auf 28 Grad. Abkühlung gab es weder nachts, noch im Wasser.
Die Insel ist traumhaft schön. Die Strände, egal wo man hingeht, wirken wie Filmkulissen.

  Das_Hotel_Patatran_vom_Wasser_aus_gesehen Der_Strand_am_Hotel_Patatran   Der_Leuchtturm_von_La Digue         

Anse_Banane  Anse_Cocos   Auf_der_Insel_Felicite         

  Auf_der_Insel_Felicite      Einsame_Strände_und_Palmen      Ein_Blick-von_unserer_Terrasse

  Gigantische_Felsformationen      Keine_Menschenseele_weit_und_breit      La-Digue_das_Paradies_auf_Erden

Regenbogen    Sonnenaufgang_im_Paradies     Petite_Anse

  Zum_Strand_Anse_Cocos       Mitten_im_Dschungel

  Wie_ein_Postkartenmotiv

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