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http://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/kultur/bunte-augenblicke-im-rathaus_a_31,0,1624336073.html

2015-02 MK Kreiszeitung Alois Steiner


2014 - Weserkurier Pressebericht Alois Steiner


 

Ist schlechte Kritik tatsächlich schlecht?

Können nicht negative Kritiken vielleicht auch einen positiven Charakter haben?
Mir wurde nach einer unterbesetzten Lesung nahegelegt, damit nicht an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bin mittlerweile anderer Meinung. Nur wer fähig ist Selbstkritik zu üben, der ist auch in der Lage, sie zu ertragen.

Natürlich lese ich, wie jeder gesund veranlagte Mensch, das Gute über mich lieber.


Lesung aus meinem Buch „Der zweite Sieg"

am 21.04.2015 im Ambiente | Literaturkontor Bremen

2015-04 Lesung Ambiente Bremen - Alois Steiner

Für einen kurzen Augenblick hatte ich doch daran gezweifelt, ob es wirklich richtig sei, darüber zu schreiben. Allerdings, wer mich kennt, der weiß, ich kann es einfach nicht lassen. Man muss auch über die Pleite berichten können.


Die Lesung wurde vom Bremer Literaturkontor organisiert, und als Buchpremiere, der Öffentlichkeit vorgestellt. Den Kontakt stellte Frau Jana Schenk, aus dem Kulturhaus Walle, besser bekannt unter dem Namen ‚Broddelpott', her.


Die Vorgespräche Anfang des Jahres, ließen in mir echte Hoffnung aufkommen, dass ich mit dieser Veranstaltung einen großen Schritt nach vorne machen könnte. Mit dem beruhigenden Gedanken im Hinterkopf traten wir unsere lange geplante ‚Traumreise' an. Da wie gesagt, unsere Traumreise zur Kreuzfahrt wurde, ( darüber werde ich auf meiner neuen Homepage noch ausführlich berichten) und wir beide anschließend noch drei Wochen unter den Folgen der unterwegs eingefangenen Krankheit gelitten hatten, war es mir  auch nicht möglich, mich um weitere Werbung, für meine bevorstehende Lesung zu machen.

Als mir auch noch 14 Tage vor der Buchpremiere von meiner Kontaktperson mitgeteilt wurde, dass ab März jemand anderer die weitere Betreuung übernommen hatte, machte sich doch ein flaues Gefühl in mir breit. Drei Tage vor Termin, sagte ich meiner Frau mehr oder weniger aus Jux, dass ich froh wäre, wenn wenigstens fünf Personen zur Lesung kommen würden. Diese Vermutung teilte ich auch einen Freund mit, der vor kurzem nach Amerika ausgewandert war. Was soll ich sagen, ich war froh. Wir waren tatsächlich insgesamt nur fünf Leute, mit der netten Kellnerin vom Ambiente kamen wir dann doch noch auf sechs interessierte Zuhörer, wovon drei aus Familienbesitz stammten. Frau Jana Schenk, vom ‚Brodelpott', und Herr Jens Laloire vom Bremer Literaturkontur machten das Quintett vollzählig.

Ob ich enttäuscht war?

Nein, ich hatte mich zum Glück schon lange vorher mit einer eventuellen Pleite vertraut gemacht, warum, das weiß ich nicht.
Der Abend wurde für uns trotzdem, oder gerade deswegen, noch amüsant. Ich las wie gewohnt einige Passagen aus meinem Buch. Wenn ich heute darüber gründliche Ursachenforschung betreiben würde, käme ich dabei schon zu einigen Anzeichen, die unmissverständlich auf ein Scheitern hingedeutet haben.


Man sollte sich nie völlig tatenlos zurücklehnen und denken, die anderen werden es schon richten. Auch sollte der Kontaktfluss nie für längere Zeit unterbrochen werden. Natürlich spielen auch die Location und das Wetter eine bedeutende Rolle. Wenn keine Parkmöglichkeiten gegeben sind, und ein großes Fußballereignis zur selben Zeit anliegt, dann wird es umso schwieriger, Menschen die einen nicht kennen, dafür zu begeistern.


Fairerweise muss man auch das Thema berücksichtigen, worüber man eine Lesung halten möchte. Die Werbebranche macht es einem am laufenden Band vor, je uninteressanter das Produkt, umso lauter muss getrommelt werden. Für mich war es allemal eine lehrreiche Erkenntnis, was aber in keinster Weise an mein Ego gekratzt hat. Im Gegenteil, ich werde mich in Zukunft umso mehr engagieren.

Ob diese geleisteten Werbemaßnahmen tatsächlich zum Erfolg führen können?

 

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